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Franschhoek bei Kapstadt
Franschhoek - Ansiedlung der Hugenotten

Franschhoek (übersetzt "französische Ecke") wurde 1688 von Hugenotten gegründet, die dem europäischen Religionskriegen entflohen sind. Schon nach kurzer Zeit verloren Sie Ihre kulturelle Identität und Ihre Muttersprache verkümmerte. Sie brachten aber die Kenntnisse des Weinanbaus und einige französische Weinreben mit nach Südafrika. Die Namen der heutigen Weingüter zeugen von der hugenottischen Vergangenheit, wie beispielsweise: La Provence, La Motte, Haute Provence, La Couronne und L'Ormarins.
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Franschhoek bei Kapstadt
Denkmal und Huguenot Memorial Museum
Der Mittelpunkt Franschhoeks ist die eindrucksvolle Gedenk- und Museumsstätte der Hugenotten in Südafrika. Das Hugenottendenkmal symboliert mit seinen drei Bögen die Heilige Dreifaltigkeit. Eine Frauengestalt mit einer Bibel und einer zerissenen Kette (Symbol für die Religionsfreiheit) wirft ihren Umhang (der Unterdrückung) ab. Das auf dem Gewand eingearbeitet französiche Nationalwappen steht für die Würde und die Weltkugel, auf der die Frau sitzt, steht für die Freiheit des Geistes. Und auch der Teich davor gehört zur Gesamtgestaltung: Er soll ein Symbol für die Ruhe sein, die man nach großer Unterdrückung hier in Südafrika gefunden hatte.
Gleich daneben befindet sich das Huguenot Memorial Museum (geöffnet: Mo–Fr 9–17h, Sa 9–13h u. 14–17h, So 14–17h). Es widmet sich der Geschichte der Hugenotten, überwiegend französische Calvinisten, von der Zeit der religiösen Verfolgung in Europa und ihrer Aufsplitterung, über die erste Phase am Kap, als sie den Siedlern aufzeigten, wie guter Wein produziert wird, bis hin in die heutige Zeit. Im angeschlossenen genealogischen Institut wird auf den Spuren der ersten Hugenotten geforscht, können Interessierte aber auch prüfen lassen, ob sie weitläufige Verwandte am Kap haben. Die Ausstellung alter, kapholländischer Möbel ist ebenfalls sehenswert, bietet aber wenig Neues zu anderen, gleichgearteten Ausstellungen.
Wunderschön gelegen
Franschhoek ist dank der vielen umliegenden Wein- und Obstfahren ein kleiner aber wohlhabender Ort, der zudem auch noch sehr schön und geschützt im Franschhoek Tal gelegen ist. Kein Wunder daher, daß sich hier die besten und oft preisgekrönten Lokale des Landes befinden, die von Kennern des ganzen Welt besucht werden. Boutiquen, Straßencafés, gemütliche Herbergen, eine erstklassige Gastronomieszene und vieles mehr locken seither immer mehr Besucher an. Besonders an den Wochenenden bedeutet das aber auch, dass viele Kapstädter den kleinen Ort nahezu überlaufen. Unter der Woche geht es aber sehr beschaulich zu, und u.E. ist Franschhoek der Übernachtungstipp der Weinbauregion.
© South Africa Tourism
Sehenswert
Besonders hervorzuheben ist das alte kapflämische Herrenhaus Boschendal inmitten ausgedehnter Weinberge. Das Restaurant ist bekannt für seine traditionellen Mittagsbuffets. Die alte Schenke dient als Probierstube, und vieles in dem Gebäude erinnert an ein Museum. Geboten werden Gutsbesichtigungen, Weinproben und Weinverkauf.
Boschendal ist eines von ca. zwölf Gütern auf der Weinroute, die zur Vignerons de Franschhoek, einer Vereinigung zur Förderung der ausgezeichneten Weine der Region, gehören. Einige sind nur nach Vereinbarung zu besichtigen, doch all ihre Erzeugnisse können im Weinzentrum der Winzergenossenschaft im Ort probiert werden.
Die Kellerei von Bellingham, einer Farm aus dem Jahre 1693, gehört zu einen der bekanntesten und renomiertesten Weinbaubetriebe des Kaps. Hier finden auch in dem etwa 100 Plätze fassenden Amphitheater vor allem in der Saison Konzerte statt. Das Mouton Excelsior gehört zu den jüngeren Weingütern. Die besten Weine Franschhoeks kann man in der Weinstube "Die Binnehof" verkosten.



