|
|
Ceres bei Kapstadt
Ceres - Obstverpackungsfabriken des Kontinents
Ceres ist ein außergewöhnlich liebenswerter Ort. Er liegt im herrlichen Bokkeveld Valley und wird durch die umgebenden Felsen der Skurweberge und Witsenberg vor dem oft stark wehenden Südoster geschützt.
Ceres bietet hervorragende Bedingungen für den Obstanbau von u.a. Orangen, Kirschen, äpfel und Birnen. Hier steht auch eine der größten Obstverpackungsfabriken des Kontinents. Frisches Obst wird sowohl lokal als auch international verkauft, genauso daraus erzeugte Waren wie Säfte und Trockenobst. Auch hier geerntete Kartoffeln und Zwiebeln gelangen in den Export. Neuerdings werden sogar Ceres-Weine hergestellt.
Ceres wurde übrigens benannt nach der römischen Göttin der Fruchtbarkeit.
Das Klima ist eher schon kontinental. Die Sommer sind warm und windstill und im Winter fällt sogar häufig Schnee, der auf den Bergen liegen bleibt und Skifahrer aus Kapstadt anlockt. Kapstädter nennen die Gegend daher auch gerne das "Switzerland of South Africa".
Hex-River-Tal
Interessant ist auch das "Transport Riders' Museum" mit zahlreichen Wagen, Karren und Utensilien, die von dem frühen überlandhändlern benutzt wurden. Sehr empfehlenswert für Autoreisende ist die aussichtsreiche Straße über den "Mitchell's Pass".
Weiter im Osten befinden sich die steilen Sandsteinklippen und Schluchten der Hex River Mountains, die Bergsteiger und im Winter Skifahrer anlocken. In dem unterhalb gelegenen breiten, flachen und unglaublich fruchtbaren Tal gibt es über 200 Farmen. Das Hex-River-Tal ist zu allen Jahreszeiten sehenswert, doch besonders im Herbst und frühen Winter.
Alte Buschmann - Felsenzeichnungen
Die Angebote der Gegend reichen von Bergwandern und Bergsteigen über "trout fishing" bis hin zu Besichtigungstouren der Obstfarmen und Plantagen. Abhängig von der Saison können u.a. auch Kirschen selber gepflückt werden wie auf der Klondyks Cherry Farm - Telefon: (0233) 22085.
Das "Ceres Bergfynbos Reserve", das zweitgrößte Naturreservat der Kapregion, beherbergt eine große Artenvielfalt einheimischer Flora und bietet dramatische Felsenansichten sowie alte Buschmann - Felsenzeichnungen. Tausende von Felszeichnungen und Gravuren im südlichen Afrika geben Hinweise und Einblicke in die private Welt der Jäger und Sammler und die Entwicklung der Buschmänner. Diese kleinen Kunstwerke, die nahezu unscheinbar an Felswänden, in Ecken und Höhlen, in Flussläufen und Bergformationen im gesamten südlichen Afrika zu finden sind, beschreiben den wechselnden Lebensstil der Menschen vom späten Steinzeitalter, vor mehr als 20.000 Jahren, bis in die heutige Zeit hinein. Die detaillierten Porträts ihres Zusammenlebens haben eine unschätzbare Aufzeichnung ihrer Kultur hinterlassen, welche durch die Siedlung der Weißen und der Bantu-sprechenden Menschen zerstört wurde. Telefon: (0233) 22301. Im nahegelegenen Vogelschutzgebiet trifft man auf seltene, einheimische Vögel und Affen.
Kagga Kamma
Touristen aus aller Welt kommen nach Kagga Kamma (Platz der Buschmänner), um Einblick in Lebensweise und Tradition der Buschmänner zu gewinnen. Etwas abseits von dem luxuriösen Camp gelegen, wurde eine kleine Buschmannsiedlung eingerichtet. Gegründet wurde diese 1989 mit dem Zweck, den traditionellen Lebensstil dieses alten und nahezu ausgerotteten Volkes zu erhalten und auch, um den Touristen das Leben der Buschmänner zu erläutern. Man hat damals eine Gruppe von 27 Buschmännern (heute sind es ca. 40) hierher eingeladen. Sie führten bis dahin ein eher ziviles, aber kaum befriedigendes Leben am Rande des Kalahari Gemsbock Nat. Parks. Alkoholismus und Kriminalität breiteten sich dort aus. Daher nahm diese Gruppe von Buschmännern die Einladung des Kagga Kamma-Reservates gerne an, sich wieder an dem Ort anzusiedeln, wo bis vor 250 Jahren auch schon Buschmänner lebten.
Ob man diesem als menschlichem Zoo oder als anschaulicher Demonstration der Tradition der Buschmänner gegenübersteht, muss jeder selber entscheiden. Zudem sollte man sich auch vor Augen halten, dass die Buschmänner sich nach Ihrem Besuch wieder zurückziehen in ihre eigentliche Siedlung und dort dann wieder in europäische Hosen steigen, Bücher lesen und ihre Kinder in die angeschlossene kleine Schule schicken. Telefon: (02211) 638334.
Mehr zu Kagga Kamma und den Buschmanns-Zeichungen...


