Wollte ich gerade sagen. Mit 1700€ kann man aber mal richtig gut auskommen!! Als ich das erste Mal in Kapstadt war für ein Jahr, hatte ich mit Bafög und Stipendium ca. 800€ im Monat und ich habe sehr gut gelebt. Ich hatte ein Auto, eine schöne kleine Wohnung, immer gutes Essen auf dem Teller, konnte shoppen, war surfen, reiten, skydiven, bin die Garden Route entlang gereist usw....ich habe alles mitgenommen.
Wenn ich jetzt auswandere habe ich auch erstmal nur die selbe Summe zur Verfügung und ich mache mir gar keine Sorgen. Wenn man einfach nur LEBEN möchte, und zwar ein gutes Leben, und nicht Luxus HABEN muss, dann sehe ich darin überhaupt kein Problem. Das was mich glücklich macht, nämlich die Natur und die Menschen, gibt es zum Glück for free
Ich bin kein Hippie oder Aussteiger und habe auch nicht so gelebt. Aber man muss auch kein abenteuerlustiger Selbstversorger sein, um mit wenigen Mitteln auszukommen. Das Wichtigste ist doch, dass die Grundbedürfnisse (Dach über dem Kopf, Essen + trinken, Sicherheit...) befriedigt werden können. Und das geht meiner Meinung nach in Kapstadt, im Vergleich zu Deutschland, mit weniger finanziellen Mitteln.
Vielleicht muss man von seinem gewohnten Deutschen Standart etwas abrücken und aufmerksamer einkaufen und Geld ausgeben; z.B. finde ich Lebensmittel und Kosmetikartikel echt teurer als in Deutschland. Aber auch da gibt es Alternativen. Man muss ja sein Essen nicht bei Woolworth kaufen, sondern geht in günstigere Geschäfte, achtet da auf die Preise und wirtschaftet besser mit seinen Lebensmitteln. Die Deutschen sind in der Hinsicht ja eine absoulte Wegwerfgesellschaft.
Ich kann also aus eigener Erfahrung sagen, dass man mit relativ wenig Geld (für Deutsche Verhältnisse) ein gutes Leben dort führen kann. Es liegt natürlich an jedem selber, für sich zu prüfen inwiefern man bereit oder fähig ist zwischen existenziellen Bedürfnissen und Luxus zu unterscheiden, ggf. auf Bereiche des Zweiteren verzichten kann und seinen gewohnten Lebensstandart dementsprechend ändert. Dazu gehört auch zu lernen bewußter und aufmerksamer mit seinen Mitteln zu wirtschaften, was nicht jedem einfach gelingt.
Eine naive Herangehensweise kann man sich gerade als Mutter nicht erlauben. Daher ist es gerade in dem Fall wichtig, sich realistisch mit sich selber und seinen Bedürfnissen auseinander zu setzen und dann zu schauen, ob man diese Bedürfnisse mit seinen zur Verfügung stehenden Mitteln befriedigen kann. Manche hier im Forum kommen vielleicht mit einer Summe X bestens aus, andere widerum gar nicht.
Hast Du denn schon mal für eine längere Zeit in Kapstadt gelebt? Wäre es nicht möglich, erstmal für eine begrenzte Zeit runter zu gehen, um sozusagen "auf Probe" dort zu leben, damit Du für Dich klären kannst, ob es Dir finanziell möglich ist für Dich und Dein(e) Kind(er) zu sorgen? Hier im Forum kannst Du viele wertvolle Tips bekommen, aber die Frage kannst Du Dir letzendlich nur selber beantworten.
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück, Erfolg und Mut bei diesem spannenden Experiment!