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Die Flora und Fauna von Kapstadt
Link-Tipp:
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Blumenverkäufer in Kapstadt
© South Africa Tourism
Über 7.000 Pflanzenarten in Kapstadt
Die Vielfalt an Pflanzenarten ist kaum vorstellbar, für das südwestliche Kapland sind auf einer Fläche von nur 93.000 qkm an die 7.000 Pflanzenarten nachgewiesen worden. Auf der Halbinsel Peninsula wurden mehr als 2.600 Pflanzenarten gezählt. Zum Vergleich: In ganz Deutschland kommen etwa 3.200 Gefäßpflanzenarten vor. Die Vegetationsvielfalt ist bedingt durch die vielen verschiedenen Strategien der Pflanzen, auf den nährstoff- und meist auch wasserarmen Böden zu überleben. Auch die Artenvielfalt des tropischen Regenwaldes resultiert aus Nährstoffarmut, nicht wie häufig angenommen aus Nährstoffüberfluss.
Die Flora und Fauna von Kapstadt
Fynbos in Kapstadt
An vielen Stellen erinnert die Vegetation der Kapprovinz an die der mitteleuropäischen Heidelandschaft. Und tatsächlich herrschen Arten der Gattung Erica vor, die weite Teile der Ebenen und Hänge bedecken (mehr als 600 Arten). Höher als die meist niedrigen Heidesträucher werden die Protea-Gehölze (1–4 m), mehrstämmige, buschartige Gewächse, die häufig prachtvolle, große Blüten besitzen.
Weit über die Hälfte der weltweit 130 Arten der Gattung Protea kommen im Kapland vor. Der Name Proteen bezieht sich auf Proteus, einen verwandlungsfähigen Meerdämon der griechischen Mythologie. Karl von Linné (1707–1778) selbst hat ihn vergeben. Die Proteen besitzen große, harte Blätter, ihre Zellsaftkonzentration ist durch das Jahr ausgeglichen, da in den tieferen Schichten des Bodens meist noch Wasser vorhanden ist. Die Königsprotea (King Sugarbush – Protea cynaroides) mit ihrer großen (–30 cm), meist rosafarbenen Blüte ist Südafrikas Nationalblume. Ebenso schön aber viel seltener ist die nur in den Cedarbergen vorkommende Snow Protea (Protea cryophila). Sie wächst auf den höchsten Gipfeln und blüht nur in den heißen Monaten von Januar bis März.
Fast alle Arten sind allerdings geschützt und dürfen keinesfalls einfach ausgegraben werden. Am besten die Pflanzen bei Blumenhändlern (mit Lizenz!) oder im Geschäft der Botanical Gardens in Kirstenbosch einkaufen.
Impressionen
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Wälder
Eine botanische Attraktion des Kaplandes sind die lichtdurchfluteten Wälder des Silberbaumes (Leucadendron argenteum). Sie wachsen auf gut mit Wasser versorgten Standorten, werden aber nur selten höher als 10 Meter. Ihren Namen verdanken sie den silbrigen Blättern. Zu finden sind die „Silver Trees“ an den Osthängen des Table Mountain im Table Mountain Nature Reserve (ca. 2.700 ha), z.B. rund um den Lion’s Head.
Nahezu ausgerottet ist dagegen der Kap-Lorbeerbaum (Oreodaphne bullata), der wegen seines wertvollen, harten Holzes besonders im Möbelbau geschätzt war und früher auch nach Europa exportiert wurde. Seine künstliche Verjüngung ist außerordentlich schwierig.
Die Kapvegetation hat nur wenige größere Bäume, die in Tälern und Schluchten dem Abholzen getrotzt haben, wie der immergrüne Real Yellowwood (Podocarpus latifolius) oder der Red Alder (Cunonia capensis). Einige jahrhundertealte Bäume (bis zu 800 Jahre), Exemplare des Stinkwood (Ocotea bullata), Yellowwood und Ironwood (Olea capensis), finden sich an der Garden Route im Naturschutzgebiet Tsitsikamma Forest (Hochwald von 20–30 m Höhe).
Im westlich davon gelegenen Knysna Forest steht der mit 39 Metern Höhe und einem Alter von 600 Jahren imposanteste Yellowwood, der „King Edward Tree“.









